Funktionen
Gebaut, um eine klinische EMDR-Sitzung in Software abzubilden.
Jede Funktion ist aus einem realen klinischen Ablauf entstanden. Keine davon ist Dekoration.
Stimulations-Engine
Audio-Clock-Master-Scheduler
Das Look-ahead-Pattern nach Chris Wilson. Die Audio-Clock ist die Referenz, die visuelle Ebene folgt ihr. Der typische Synchronisationsfehler liegt unter einer Millisekunde.
Drei Trajektorien
Horizontale Oszillation, diagonale Bewegung, Unendlichkeit (∞). Je nach klinischer Präferenz pro Sitzung wählbar.
Konfigurierbare Parameter
BPM, Ballgröße, Ballfarbe, Hintergrundfarbe, Tonfrequenz, Wellenform (Sinus/Dreieck/Rechteck) und Synchronisationsmodus.
Sichtbarkeitssteuerung der Seite
Wechselt der Tab in den Hintergrund, stoppt die Sitzung automatisch. Das senkt die Gefahr einer Retraumatisierung, mit Not-Stopp bei Bedarf.
Wake Lock
Verhindert, dass der Bildschirm während einer aktiven Sitzung einschläft. Für Tablets und lange Sitzungen entscheidend.
Worker-Ticker + Fallback
Ein hochfrequenter Timer auf einem Web Worker. Blockiert die CSP den Worker, greift automatisch ein Main-Thread-Fallback.
Multisensorik & EMDR mit Kindern
Bilaterale Stimulation beschränkt sich nicht auf Augenbewegungen. Visuelle, auditive und taktile Kanäle sind an dieselbe Audio-Clock gekoppelt; für Kinder gibt es einen Butterfly-Hug-Pacer ohne Hardware und eine Messung über Gesichter. Alles unter der Kontrolle der Fachkraft.
Taktiler Kanal — Vibration (Remnema-Buzzer)
Ein dritter bilateraler Kanal: Vibration links/rechts über die Web-Gamepad-Haptics-API, an dieselbe Audio-Clock gekoppelt wie Bild und Ton — ohne Drift. Funktioniert mit dem Remnema-Buzzer.
Taktile Fidelity pro Set
Für jedes Set werden gesendete Impulse, ausgelassene Impulse und Zeitabweichung gemessen und protokolliert. Fällt ein Controller aus, erscheint sofort eine Warnung — ein Audit-Trail, den Hardware nicht liefern kann.
Butterfly-Hug-Pacer (ohne Hardware)
Statt Augenbewegungen: Zwei Flügel leuchten abwechselnd auf, Klient oder Kind tippt auf die leuchtende Seite (Butterfly Hug). Ganz ohne Hardware, und auch auf dem Klientenbildschirm.
Kinder-SUD über Gesichter
Eine Skala mit sechs Gesichtern statt eines abstrakten 0–10 (sehr gut → am schlimmsten). Intern als 0–10 gespeichert, Verläufe und Berichte bleiben identisch. Für ein Kind eine konkrete, verständliche Messung.
Minderjährige + Einwilligung der Sorgeberechtigten
Bei Klienten unter 18 wird die ausdrückliche KVKK-Einwilligung der Sorgeberechtigten eingeholt; auch deren Identität wird mit AES-256-GCM verschlüsselt. Die Sitzung einer minderjährigen Person startet automatisch mit der Kinderskala.
Multisensorisch, unter fachlicher Kontrolle
Visueller, auditiver und taktiler Kanal lassen sich unabhängig zu- und abschalten — einem Kind kann auch nur der taktile Kanal gegeben werden. Alles ist beratend; die klinische Entscheidung liegt stets bei der approbierten Fachkraft. Es ist kein Medizinprodukt.
Klinische Verlaufskontrolle & Messung
EMDR endet nicht mit der Sitzung. Validierte Messinstrumente, das Journal zwischen den Sitzungen, Verlaufsdiagramme und der Sitzungsbericht stützen die klinische Entscheidung.
Validierte Messinstrumente — PCL-5, PHQ-9, GAD-7, DES-II
Die Instrumente für Trauma (PCL-5), Depression (PHQ-9), Angst (GAD-7) und dissoziative Erfahrungen (DES-II) liegen im Code-Katalog. Sie werden serverseitig ausgewertet; Rohantworten, Score, Bereich und Markierung werden im Moment der Erfassung eingefroren.
Klinische Markierungen — beratend, nie blockierend
PHQ-9 Item 9 (Hinweis auf hohes Risiko), PCL-5 ≥33 und ein DES-II-Mittelwert ≥30 lösen vor Sitzungsbeginn eine nicht blockierende Warnung aus. Die klinische Entscheidung liegt stets bei der approbierten Fachkraft. Die Markierung wird im Audit-Log festgehalten.
Journal zwischen den Sitzungen
Ein dauerhafter Token-Link (/journal/[token]); der Klient hält Gefühle, SUD und freien Text ohne Anmeldung fest. In einer AES-256-GCM-Hülle verschlüsselt, gültig bis zum Widerruf durch die Fachkraft, und die Token-URL existiert nur auf dem Gerät des Klienten.
Zeitstrahl des Klienten
Sitzungen, Messungen, Journaleinträge und Zuordnungsänderungen in einem Strang. Die SUD-Entwicklung im Set und die VOC-Entwicklung zwischen den Sitzungen werden sichtbar; die Fachkraft sieht den Interventionspunkt direkt daneben.
SUD-/VOC-Verlaufsdiagramme
Ein abhängigkeitsfreies SVG-TrendChart — RSC-kompatibel. Der SUD-Abfall im Set und der VOC-Fortschritt zwischen den Sitzungen in druckbarer Form.
PDF-Sitzungsbericht
Mit @react-pdf/renderer serverseitig entschlüsselt und direkt ausgeliefert — nie auf die Festplatte geschrieben. Ein druckbares EMDR-Sitzungsdokument für die Akte; jeder Export geht ins Append-only-Audit-Log.
Kohorten-Auswertung
/organization/outcomes — praxisweite Messwertdifferenzen plus Veränderung je Klient. Berechnet, ohne je personenbezogene Daten zu entschlüsseln; für die Praxisleitung.
Supervision
Profile.supervisorId. Die Supervision sieht den klinischen Verlauf der betreuten Fachkraft nur lesend; Zugriffsspuren nach KVKK §9.4 bleiben in der normalen Kette.
Zugriffsfreigabe je Therapeut
Freigabe je Klient innerhalb der Praxis, nur lesend. Verwaltet von der zugeordneten Fachkraft und der Praxisleitung; über PatientAccessGrant mit Zeitstempel und widerrufbar.
Praxisbetrieb
Mandantenfähige Architektur
Die Daten jeder Praxis sind vollständig isoliert. PostgreSQL Row-Level Security ist auf Anwendungsseite fail-closed.
Superadmin · Praxisleitung · Therapeut
Drei Rollen, drei Grenzen. Die Lizenzvergabe liegt allein beim Superadmin, die Einladung innerhalb der Praxis bei der Praxisleitung.
Zweiphasiger Lizenzverbrauch
Der Sitzungsstart setzt RESERVED, der Abschluss CONSUMED. Ein Abbruch binnen 3 Minuten wird RELEASED — es wird kein Kontingent umsonst verbraucht.
Klientenzuordnung
Die Praxisleitung ordnet einen Klienten einer bestimmten Fachkraft zu. Eine Fachkraft sieht nur die ihr zugeordneten Klienten.
SUDS- und Set-Protokolle
Nach jedem Set werden SUDS, Beat-Anzahl und Dauer festgehalten. Zum Sitzungsabschluss ein Zusammenfassungsbericht.
Einfache Einladungen im Dev-Modus
In der lokalen Entwicklung wird der Einladungslink als ANSI-Banner ins Terminal geschrieben. In der Produktion geht die E-Mail mit Resend → SES-Failover hinaus.
Compliance & Sicherheit
AES-256-GCM-Envelope-Verschlüsselung
Die personenbezogenen Daten des Klienten (Vorname, Nachname, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum) liegen in einem einzigen Envelope-Blob, über AAD an die Zeilen-ID gebunden. Die Schlüsselversion ist rotierbar.
Auch klinischer Text ist verschlüsselt
Zielerinnerung der Sitzung, negative/positive Kognition, Körperregion und Notizen der Fachkraft nutzen dasselbe Verschlüsselungsschema — in einem separaten Blob.
Append-only-Audit-Log
UPDATE/DELETE sind auf Datenbankebene entzogen, Mutation wird per Trigger blockiert. Zugriffsspuren nach KVKK §9.4 sind doppelt abgesichert.
Soft-Delete + Aufbewahrung
Das Löschrecht nach KVKK. Der Klient wird zunächst soft-gelöscht; nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist folgt die endgültige Löschung, der Audit-Trail bleibt erhalten.
Ein Ausfall des Lizenzservers stoppt die Praxis nicht
Eine laufende Sitzung kann auch offline abgeschlossen werden. Nur der Start einer neuen Sitzung wird blockiert — als Schutz vor Retraumatisierung.
Geschlossenes Onboarding
Es gibt kein öffentliches /signup. Next-Middleware blockiert /api/auth/sign-up/*. Missbrauch der Testphase wird verhindert.
Vereinbaren Sie eine ausführliche Vorstellung für Ihre Praxis.
In 30 Minuten zeigen wir Ihnen das gesamte System.
Demo vereinbaren →